LSG Bottenhorn e.V.

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Beitragsseiten
Segelfliegen in der Slowakei
verregnete erste Tage
erste Flüge, doch immer noch Regenschauer
Regen, Regen und nochmals Regen
endlich das ersehnte Wetter zum Fliegen
ein weiterer toller Flugtag in der Slowakei
Fazit des Sommerurlaub in der Slowakei
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erste Starts bei anhaltenden regnerischen Wetter


Donnerstag...

Am Donnerstag, den 28 Juli, war die Wettervorhersage wieder nicht so toll, aber bei der aktuellen Wetterlage dürfen wir nicht mehr so wählerisch sein. Am Vormittag war es noch gut genug und wir haben XY aufgerüstet, aber während dem Aufrüsten konnten wir von Süden her schon eine Überentwicklung beobachten die das Tal herauf gekrochen kam. Allerdings hatten wir den Eindruck, dass die Schauerwand sich kaum vorwärts bewegte und wir (Björn & Jan) nutzen die Gelegenheit für einen Start. Es ging erstaunlich gut und vor allem vor der Schauerwand bildete sich eine tragende Linie, welche wir zweimal hoch und runter geflogen sind. Das kleine Wetterfenster nutzte auch Stefan mit seinem Apis und er startete gerade noch rechtzeitig, bevor der erste Regen den Flugplatz erreichte. Die LS 6 wollte ohne Motor keiner Fliegen, weil das Absaufrisiko doch etwas erhöht war. Durch den vorwärts rückenden Regen zogen wir uns zum Riegel zurück, welches ein quer liegender Gebirgszug ist und das Tal von Prievidza und Martin trennt.

Die Schwaben flogen sogar nach Martin und weiter bis an die polnische Grenze, aber uns war das mit dem Regenschauer nicht ganz geheuer und wir blieben in Platznähe. Die weiter vorrückende Regenwand incl. Abschirmung entzog uns langsam die Energie und wir entschieden uns wenig später zum Platz zurück zu fliegen. Es war etwas ungewöhnlich die 10 km im Regen zum Platz zu fliegen, aber bei 10 km Sicht, 2 m/s Sinken und etwas erhöhter Fahrt war es kein Problem. Nach einer halben Stunde kam auch Stefan mit dem Apis zurück, welcher noch einen kleinen Abstecher in das Tal von Martin gemacht hatte. Der leichte Landregen hielt ca. fünf Stunden an bis er am späten Nachmittag nachließ und wir XY aufgebaut am Platz festzurrten.

Am Abend haben wir noch ein Restaurant in der Stadt am Marktplatz besucht, wo wir nur slowakische Speisekarten vorfanden und eine Bedienung ohne englisch Kenntnisse. Wir hatten so unsere Mühe bei der Bestellung des Essens und wir versuchten uns mit „Muh“, „Mäh“ und „Kikeriki“ zu behelfen. Nach fünf Minuten hat sich zum Glück ein anderer Gast erbarmt und hat ins Englische übersetzt. Das Essen selbst war sehr lecker.

Freitag... 

Am Freitag, den 29 Juli, haben wir erst mal ausgiebig gefrühstückt und anschließend die LS 6 aufgebaut. Während dem aufbauen konnten wir den Allendorfern zuschauen, wie Sie ihren ersten Start mit der ASK 21 Mi an diesem Tag durchführten. Dieser endete beim ersten Versuch einige Meter hinter der Halbbahnmarkierung und die 21 wurde wieder zum Startplatz zurück gebracht. In der Zwischenzeit waren wir auch fertig und zogen den Duo und die LS 6 zum Start. Der zweite Versuch der ASK 21 Mi wurde wieder nach der Halbbahnmarkierung abgebrochen, weil man durch den weichen Untergrund nicht schneller als 50 km/h beschleunigen konnte. Ab da wurden die ersten Witze bezüglich des dicken Duo’s gemacht, welcher bei diesem Untergrund und ohne Motorunterstützung wohl kaum eine Chance haben würde abzuheben.

Die Schwaben mit einer ASH 25 T hatten es da etwas einfacher, weil Sie zur Unterstützung den Turbo per Seilzug am Boden anwerfen konnten. Die ASH 25, Ventus und  LS 6 mit Rudi hatten beim Rausschleppen keine Probleme und konnten die Wetterlage zum Fliegen nutzen. Der F-Schlepp des dicken Duo’s war da schon eine Herausforderung und beim Anrollen wurde der Dicke sogar auf Anweisung des Schlepppiloten angeschoben, um überhaupt erst mal den Anfangswiderstand zu überwinden. Anschließend nahm der Schleppzug sehr langsam Fahrt auf und rollte, rollte, hüpfte, rollte, hüpfte, rollte, hüpfte, aber wie ein Albatros bei seinen ersten Startversuchen hob der Dicke einfach nicht ab und der Schlepppilot beendet das Rollen ca. 300 m vor Bahnende. Damit war dieser Tag für den Dicken neutralisiert, aber Jörg und Björn haben es mit Humor genommen als von allen Seiten die Bemerkungen bzgl. des Pilotengewichts gemacht wurden.

Anschließend haben Sie noch einen schönen Flug mit der Dynamic nach Norden bis zur Hohen Tatra und nach Süden bis Nitra gemacht. Am Abend war es noch schön warm und sonnig und am Flugplatz war ein wenig Party angesagt. Es gab einheimische Livemusik und noch ein tolles Essen dazu, d.h. in einem Kessel wurden Kartoffeln und Fleisch gegart.

Samstag... 

Am Samstag, den 30 Juli, war mal wieder die Farbe im  Toptherm für Prievidza grau, aber in Nitra sollten bei blauer Farbe im Toptherm heute mehr als 400 km möglich sein. Beim Wetter guck aus dem Fenster konnte man die Vorhersage nicht ganz glauben und wir (Björn & Jan) machten den Dicken startklar, um uns irgendwie nach Süden in das bessere Wetter durchzuschlagen. Während der Vorbereitung nahm die Bewölkung immer mehr zu, aber es gab bei 6/8 noch einige Lücken mit Sonnenstrahlen. Wegen der zunehmenden Bewölkung hatten Jörg und Rudi keine Lust die LS 6 aufzubauen.

Der Start mit dem Dicken verlief heute weitaus besser als gestern und wir hüpften uns in Höhe der Halbbahnmarkierung frei. Damit war die erste Hürde geschafft und in 450 Meter haben wir ausgeklinkt, um mit 1,5 m/s im ersten Bart des Tages an die Basis zu steigen. Die Schwaben mit der ASH 25 waren auch unterwegs und waren so nett und wollten auf uns warten, um gemeinsam nach Süden durchzubrechen. Allerdings kamen wir nicht weit und erkannten 20 km südlich vom Platz es ist kein Durchkommen nach Nitra ohne den Turbo einzusetzen. Darüber hinaus war auch kein gutes Wetter zu erkennen, sondern eher eine absinkende und geschlossene Wolkendecke. Also, wieder zurück und mal schauen was im Norden so geht und hier war 15 km nördlich beim Riegel ende. In der Zwischenzeit nahm die Bewölkung auf 8/8 zu, aber die Wolken zogen noch mit 0,4 m/s im Geradeausflug und hin und wieder kamen ein paar Sonnenstrahlen durch und da ging es mit 1,5 m/s nach oben.

Nach drei Stunden war der Wärmevorrat des Tages und damit die Thermik ausgelutscht und wir entscheiden uns zur Landung in Prievidza. Nach sieben Tagen haben wir insgesamt vier Starts (incl. Startabbruch) und 5 Stunden 45 Minuten auf unserem Konto. Die Einheimischen haben uns bzgl. des Wetter mitgeteilt, dass es solche Wetterlagen alle vier Jahre in Prievidza gibt, also für 2015 sollten wir Prievidza schon mal streichen und besser nach Spanien oder Marokko fahren, da regnet es bestimmt weniger, aber bei unserem Glück gibt es dann Sandstürme.



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