LSG Bottenhorn e.V.

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Beitragsseiten
Segelfliegen in der Slowakei
verregnete erste Tage
erste Flüge, doch immer noch Regenschauer
Regen, Regen und nochmals Regen
endlich das ersehnte Wetter zum Fliegen
ein weiterer toller Flugtag in der Slowakei
Fazit des Sommerurlaub in der Slowakei
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Nach einer Woche Regen endlich Wetter zum Segelfliegen


Dienstag...

Am Dienstag, den 2 August, war endlich das ersehnte gute Wetterfenster in Prievidza angekommen. Die Piste war seit gestern auch ordentlich abgetrocknet und es sollte kein Problem sein mit dem Dicken in die Luft zu kommen.

Gegen 11 Uhr waren wir startklar und mit etwas Anschubhilfe ging es endlich in die Luft. Nachdem wir uns am Platz unter die Basis gekurbelt haben ging es erst mal in Richtung Kleine Fatra, weil sich dort entlang den Hängen die erste Wolkenstraße gebildete hatte. Auf dem Weg nach Norden hatten wir einige Probleme mit dem LX und mussten es mehrmals abschalten, aber zum Glück hatten wir noch ein PDA mit zur Aufzeichnung. Wir sind bis zum 1475 m hohen Vel‘ Luka vorgeflogen, welcher mit seiner Spitze noch fast in den Wolken steckte. Von da ging es wieder 40 km zurück, d.h. zuerst zum Riegel und weiter entlang der östlichen Hänge von Prievidza. Der Gebirgszug mit dem 1345 m hohen Vtacnik ist nicht wesentlich niedriger und der Plan war entlang dem Höhenzug die aufsteigenden Bärte nach Süden abzufliegen.

In Summe ging es mehr nach unten und wir flogen tief die Hänge ab, bis wir später in der 170 m hohen Donauebene kurz vor Levice rauskamen. Dort waren wir mit 280 m über Grund nicht gerade hoch und wir haben uns erst mal in einem 0,5 m/s Bart festgebissen, aber mit etwas Geduld ging es doch wieder nach oben. Wir mussten nur etwas aufpassen, um nicht vom Wind in das Sperrgebiet eines Atomkraftwerks getrieben zu werden, wo die Kühltürme vermutlich eine gute Thermik produzierten. Nach dem wir uns aus dem Loch wieder herausgearbeitet hatten war der Plan wieder zurück nach Norden zu fliegen und wir hörten von Stefan in der A1, dass er sich entlang der Großen Fatra, über den Fluss Waag bis zum 1708 m hohen Velky Krivan vorgearbeitet hat. Die 110 km waren in ca. 100 Minuten geschafft und auch wir konnten einen Blick auf den Krivan werfen und weiter in Richtung Hohe Tatra, aber das Wetter sah dort nicht so einladend aus.

In der Zwischenzeit war die Basis auf 1750 m angestiegen und die Thermik war noch besser geworden, also wieder zurück nach Süden. Auf dem Rückflug begegneten wir der ASK 21 Mi, welche am Riegel kreiste. Der Ausblick nach Süden war immer noch gut und wir flogen von Prievidza noch mal 60 km nach Nitra. Dort angekommen war die Thermik schon schwächer und die Wolken lösten sich langsam alle auf. Der Rückflug wurde noch mal spannend, weil die letzten Höhenmeter haben wir unter keinen Flusen mit 0,8 m/s steigen gemacht. Nach fast sieben Stunden hatten wir 449 km auf unserem Zähler und einen schönen und spannenden Flug hinter uns.

Mittwoch...

Am Mittwoch, den 3 August, gab es wieder sehr gutes Wetter und auch das Tor zu Hohen Tatra war geöffnet. Darauf haben alle gewartet und sogar die Einheimischen haben sich über das gute Wetter gefreut und einen Flieger nach dem anderen zum Startplatz geschoben. Für die Boho und Aldo Flieger war das Tagesziel ganz klar einen Flug in die Hohe Tatra.

Das Trio mit Stefan auf Apis, Tanja und Björn auf Duo Discus T, und Simon und Frank auf ASK 21 Mi machten sich gegen 11 Uhr auf den Weg. Der Flugweg führte zuerst entlang der Kleinen Fatra vorbei am 1475 m hohen Vel‘ Luka, ein Sprung über die Waag, vorbei am 1708 m hohen Velky Krivan und weiter bis zum Oravska See. Von da ging es nach rechts in die Hohe Tatra, welche als kleinstes Hochgebirge der Welt ein ganz besonderes Erlebnis ist. Der Rückflug führte vorbei am Liptovsky See, der Stadt Ruzomberok und von da direkt über die Große Fatra zurück nach Prievidza. Nach vier Stunden war der Dicke gegen 15 Uhr wieder am Platz. Das Wetter sah immer noch gut aus und Björn und Jan machten den Dicken wieder startklar. Das Ziel war es noch mal in Richtung Hohe Tatra zu fliegen, um diesen guten Tag auszunutzen. Die Aussicht auf die baumlosen grünen Hügel der Hohen Fatra mit seinen Wanderwegen war wunderschön, aber anschließend sind wir nur noch bis zum Flugplatz Ruzomberok kurz vor dem Liptovsky See geflogen. Auf dem Rückflug haben wir vor dem Riegel eine 25 km lange Wolkenstraße entdeckt, welche man mit 180 bis 200 km/h ohne großes Sinken abfliegen konnte. Diese sind wir dann auch viermal hoch und runter geritten, um anschließend zurück nach Prievidza zu fliegen.

Nach der Landung konnten wir einen Flug der WT 9 Dynamic LS beobachten, welche über dem Platz einige Manöver geflogen hat und dabei gar nicht schlecht ausgesehen hat. Das neue LSA (Light Sport Aircraft, D-E… Klasse) hat anstelle eines drei einen zwei Blattpropeller und der Sound beim Überflug hört doch anders an, als bei der normalen WT 9. Ein etwas höherer Pfeifton begleitet den Überflug, aber vermutlich liegt das an der höheren Drehzahl mit den zwei Blattpropellern. Der erlebnisreiche Tag wurde am Abend mit Grillen bei angenehmen Temperaturen beendet.

Donnerstag...

Am Donnerstag, den 4 August, waren am Morgen hohe Stratoscumulusfelder am Himmel welche sich nur langsam auflösten. Die Thermik hatte sich allerdings bis zum Mittag soweit entwickelt, dass sich ein Start lohnte. Also haben wir den Dicken startklar gemacht und losgelegt. Leider haben wir mal wieder zu früh ausgeklinkt und mühten uns am Anfang in einem 0,5 m/s Bart rum, bis wir die Höhe hatten und zum Riegel vorzufliegen. Dort angekommen stellten wir fest, dass es direkt am Hang eine tragende Linie gab, welche zwar nicht über den 1345 m hohen Vtacnik hinaus reichte, aber zum Konturenflug direkt über den Bäumen und Felskanten ausreichte. Dieser sehr nahe Flug am Hang ist schon gewöhnungsbedürftig, aber auch sehr spannend. Nach der zweiten Runde gab es die erste lokale Überentwicklung und wir suchten unser Glück unter einer kleinen Straße nach  Partizanske.

Während dem Abstecher haben wir noch eine Gruppe von ca. 10 Störchen beim Kurbeln beobachten können, für eine Filmaufnahme waren wir zu niedrig, aber für ein Foto hat es gereicht. Als wir wieder zurück kamen war die erste Überentwicklung nach Osten abgezogen, aber im Westen war die nächste zu sehen, welche eine sehr breite Schauerwand vor sich her walzte. Um nicht im Regen zu landen und abzurüsten sind wir nach 177 hart erkämpften Kilometern und 3 Stunden und 55 Minuten gelandet.



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