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Wave Camp Jesenik in Tschechien

Wave_Camp_Jesenik

Wellen-Camp  -  Flugplatz Mikulovice
 
Termin: 1.9.2011 – 16.12.2011
 
je nach Wetterlage (SW-Wind, 230° ± 20° )
Spezielles Training im Wellen-Camp : 21.10. – 30.10.2011

Der Aeroklub Jesenik veranstaltet ein Segelflugwettbewerb für Überflüge in der langen Welle. Vom 1.09. bis 16.12.2011 besteht die Möglichkeit, den tschechischpolnischen Flugraum „Dlouhá vlna 2011“ zu aktivieren. Je nach Wetterlage wird dieser Flugraum eröffnet und es ist möglich gleichzeitig mit der Welle über Jeseniky auch die Welle über Góry Sowie und über Riesengebirge (Krokonoše) in der Polen ausnutzen. Für das allgemeine Wellenfliegen organisieren der Aeroclub Jesenik wieder ein Trainingslager, in der Zeit vom 21.10. bis 30.10.2011 (die Zeit mit der größten Wahrscheinlichkeit für Wellenwetter). Impressionen vom Wave Camp Jesenik gibt es im Fotoalbum

Tag 1:

Am Freitag, den 21 Oktober, haben wir den Dicken auf dem DLR Gelände angehängt und noch die letzten Sachen im Anhänger verstaut. Anschließend ging es los und gegen 08:30 Uhr sind wir von Braunschweig aus auf der A2 in Richtung Berlin gefahren, dann nach Cottbus und weniger später über die polnische Grenze. Die ersten 100 km auf der polnischen Autobahn waren sehr bockig, weil durch die Betonplatten kam eine Bodenwelle nach der anderen. Wir haben später erfahren, dass dieser Teil der Autobahn schon 70 Jahre alt sein soll und nur notdürftig ausgebessert wurde. Zum Glück war die restliche Strecke nach Wroclaw (Breslau) schon modernisiert und kein Problem. Gegen ca. 17:00 waren wir am Flugplatz Mikulovice / Jesenik (www.aeroklubjesenik.cz/) angekommen. Am Platz haben wir gleich einige Piloten aus der Nähe von Berlin kennengelernt, welche schon eine Woche vor Ort waren und am Flugplatz ein Quartier hatten. Die Ausbeute an Wellenflügen war noch nicht so gut, aber für Einweisungs- und Gewöhnungsflüge hat es schon gereicht. Die Aussicht für die nächsten Tage soll nicht ganz so gut sein, weil wir auf der falschen Seite vom Hoch sind. Es wandert ja nach Osten ab und deshalb muss ja irgendwann die Süd oder Südwestströmung kommen. Allerdings haben wir in diesem Jahr mit dem Wetter ja schon so unsere Erfahrungen gemacht. Nach dem ersten Kontakt am Platz haben wir wenig später noch unsere Kaschemme gesucht, welche nur 4 km vom Flugplatz entfernt ist. Es hat etwas länger gedauert, weil das Navigationsgerät nicht die Hausnummer annehmen wollte, aber nach dem wir die Kaschemme einmal umrundet hatten war auch diese Aufgabe gelöst und unsere Anreise zum Wave Camp geschafft. 

Tag 2:

Samstag, den 22 Oktober, gab es zum Frühstück mehr deftiges als süßes und eine am frühen Morgen schon verrauchte Kneipe. Wir glaubten schon, wir wären die einzigen Gäste in der Kaschemme, aber wenig später tauchten noch zwei Gäste auf.  Es stellte sich sehr schnell heraus, dass die beiden auch Segelflieger sind, d.h. Christoph aus Berlin und Ditmar aus Kiel. Beide auch zum ersten Mal hier, um in Jesenik in der langen Welle zu fliegen. Nach dem Frühstück ging es zum Flugplatz, wo gegen 10:00 Uhr ein Briefing stattfand. Am Briefing haben ca. 20 Piloten teilgenommen und wir haben die erste theoretische Einweisung erhalten. Je nach Wetterlage gibt es zwei Arten von Wellen. Erstens, die Bewölkung zwischen der Föhnwand und dem 1 Rotor ist geringer als 4 Achtel oder Zweitens, die Bewölkung zwischen der Föhnwand und dem 1 Rotor ist 4 bis 6 Achtel. Die erste Version wird bevorzugt, weil da jeder Fliegen kann. In der zweiten Version besteht die Gefahr in die Wolken zu fliegen und daher wird Wolkenflugausrüstung verlangt. Im Idealfall gibt es in Richtung Tschechien eine geschlossene Staubewölkung und die erste Welle wird durch Rotorwolken sichtbar angezeigt und in Richtung Polen ist schönes Wetter. Wenn es eine Wetteränderung gibt, dann wird auch die Bewölkung in Richtung Polen, d.h. in Windrichtung hinter dem 1 Rotor zunehmen und bei mehr als 6 Achtel heißt es sofort absteigen. Es besteht die Gefahr, dass die Welle zusammen fällt und die Staubewölkung von Tschechien überschwappt. Für solche Fälle und für den Fall, dass die Höhe zum Flugplatz zurück nicht ausreicht muss man wissen wo die Außenlandewiese bei Jesenik liegt. Am Nachmittag haben wir uns diese schon mal angeschaut, um sich mit der Umgebung und der Stromleitung im Endanflug vertraut zu machen. Anschließend gab es noch eine praktische Einweisung in die EDS Sauerstoffanlage und die einzelnen Einstellungen. 

 

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