LSG Bottenhorn e.V.

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Naturschutz

Segelfliegen und Naturschutz

Segelfliegen und Naturschutz sind zwei sich gegenseitig ergänzende und befruchtende Phänomene, wie wir auf den folgenden Seiten beweisen wollen.

Zunächst ein kleiner geschichtlicher Abriss ...

viehweide_kueheLange bevor überhaupt an Fliegerei in Bottenhorn zu denken war, wurde in dieser Region Landwirtschaft in Form einer Trieschwirtschaft betrieben, d.h. eine Fläche wurde 3 Jahre in Dreifelderwirtschaft genutzt, danach 18 Jahre als Weide oder Wiese. Öd Ländereien und Gemeindeflächen dienten als Rinder- und Schafweide. In Ermangelung eines Hirten erfolgte Mitte der 50er Jahre mit ca. 200 Rindern der letzte Weidegang. 1960 verpachtete die Gemeinde das Gelände an die Luftsportjugend im Deutschen Aero Club. Segelflug wurde in dieser Zeit eher spärlich betrieben. Die Luftsportjugend absolvierte in den ersten Jahren max. 1500 Starts/Jahr. Teilweise wurde in Hirzenhain geflogen, teilweise in Bottenhorn. Das Gelände war zu schlecht, um auf Dauer einen sicheren Flugbetrieb gewährleisten zu können.

viehweide_hirtenMitte der 60er Jahre begann nun im Auftrag der Luftsportjugend eine amerikanische Pioniereinheit damit, das Flugplatzgelände (und zum größten Teil das heutige Naturschutzgebiet) regelrecht umzupflügen. In den nächsten 2 ½ Jahre wurde mehr schlecht als recht das ganze Gelände komplett auf den Kopf gestellt, kein Stein und kein Grashalm standen mehr da, wo sie ursprünglich waren. Schweres Ketten- und Planiergerät ebnete die Buckelpiste, Drainagegräben wurden gezogen und das Gelände wurde von tonnenschweren Steinen befreit. Erst Mitte 1969 konnte erstmals wieder auf dem Flugplatz geflogen werden. In den folgenden Jahren entwickelte sich unbeobachtet für alle, im Schatten eines immer stärker wachsenden Flugbetriebes - ca. 6.000 bis 8.000 Segelflugstarts pro Jahr - eine offenbar sehr wertvolle Flora und Fauna.

In den 70er und 80er Jahren wurde das Gelände immer stärker im Segelflug- und Motorflugbetrieb genutzt. In den Sommermonaten waren bis zu 20 Segelflugzeuge und 3-4 Motorflugzeuge auf dem Flugplatz stationiert. Das Gelände wurde unter Flugbetriebsgesichtspunkten regelmäßig gemäht, das Schnittgut abtransportiert, dort wo noch Unebenheiten waren, geglättet, Löcher gefüllt usw. Die ehemalige Bottenhorner Viehweide, das heutige Flugplatzgelände bildet den zentralen Teil des heutigen Naturschutzgebietes "Die Struth bei Bottenhorn".

heuernteEnde der 80er Jahre, am 3. 2. 1987, wurde das Gelände einstweilig sichergestellt und schließlich nach 5 Jahren Sicherstellung am 11. August 1992 per Verordnung als Naturschutzgebiet festgeschrieben. Gewürdigt wurde die Ausweisung der Struth bei Bottenhorn in einem umfangreichen Gutachten und Pflegeplan. Im Zusammenhang mit dem Segelflugbetrieb wird hier u.a. festgestellt, dass sich "die Folgenutzung der Bottenhorner Viehweide als Segelfluggelände .... auf den Fortbestand des Borstgrasrasens positiv ausgewirkt" hat (Pflegeplan, Seite 34). "Die positiven Folgen des Segelflugbetriebes (Fortbestand des Borstgrasrasens durch regelmäßige Mahd) überwiegen derzeit die negativen Auswirkungen. Durch gezielte Maßnahmen der Betreiber ließen sich die Beeinträchtigungen wesentlich reduzieren." (Pflegeplan, Seite 40).

Die 90er Jahre verliefen mit stark rückläufigen Tendenzen für den Segelflug. Bedingt durch den Umzug der Luftsportjugend des Deutschen Aero Clubs nach Laucha/Thüringen wurden fortan nur noch ca. 2000 bis 2500 Starts gegenüber 6000 bis 8000 Starts pro Jahr durchgeführt. Der Flugbetrieb beschränkte sich künftig auf (fast) reinen Wochenendbetrieb, während früher in den Sommermonaten die ganze Woche von Montag bis Sonntag ganztägig durchgeflogen wurde.

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